Wie Sie Alterungsvorgänge erkennen und vermindern


Wer will schon gerne ans Tieralter denken, wenn Hund oder Katze gerade noch jung und frisch um die Wette balgen. Doch manchmal geht es schneller als gedacht und die Tiere zeigen die typischen Alterserscheinungen. Dabei ist der Übergang zwischen altersbedingten Erkrankungen und normalen Alterungsvorgängen fließend. Umso wichtiger ist eine genaue Beobachtung Ihres Tieres. Das Schöne: Vielfach können Sie mit den richtigen Mitteln unterstützen.

 

Es hört nicht mehr so gut, wirkt ein wenig unsicher, schafft die Treppe nicht mehr alleine oder verliert allgemein an Aktivität: Die Alterungsvorgänge beim Haustier sind meist schleichend und deshalb nur mit geübtem Auge zu erkennen. Denn auch wenn die Lebenserwartung der vierbeinigen Freunde stetig steigt, lässt sich der Alterungsprozess nicht aufhalten, sondern höchstens abmildern.

 

Die Erscheinungen sind dabei vielfältig. Insbesondere die Gelenke und Knochen, die Augen und Ohren, Herz, Nieren und Gehirn vermindern im Alter ihre Leistungsfähigkeit. Das geschieht durch reduzierte Stoffwechselvorgänge und Veränderungen in den Organen.

 

Wie Alterserscheinungen erkennen?

 

Doch nicht immer werden die natürlichen Alterungsprozesse erkannt. Erst wenn das Tier wahrnehmbar an Bewegungsaktivität oder Appetit verliert, wird das Alter wirklich präsent. Häufig sind dann auch die Sinnesleistungen betroffen. Die Abstimmung der Sinne funktioniert nicht mehr richtig, das Tier wird ängstlich und unsicher. Auch Inkontinenz oder ein veränderter Schlaf/Wach-Rhythmus kündigen eine Veränderung an.

 

Mit einem wachsamen Auge können Sie Ihr Tier bestmöglich unterstützen und mit entsprechenden Maßnahmen im Alterungsprozess begleiten. Das kann einerseits durch eine angepasste Haltung und Fütterung geschehen, andererseits aber auch durch Vorsorgeuntersuchungen und regelmäßige Kontrollen. Genau dafür gibt es die Altersvorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt, die für Hunde ab sechs Jahren und für Katzen ab acht Jahren empfohlen werden.

 

Typische Alterserscheinungen bei Tieren

 

Die Anzeichen für das steigende Alter der Tiere sind vielseitig und schlecht als solche wahrnehmbar. Dazu können zählen:

 

- Schlechteres Hören und Sehen mit sich verstärkendem Orientierungsverlust

- Schwächere Muskulatur

- Verminderter Stoffwechsel

- Rast- und Appetitlosigkeit

- Schreckhaftigkeit und Stressaggressionen

 

Manchmal sind es da die kleinen Dinge, die Ihrem Tier den Alltag erleichtern können. Achten Sie beispielsweise auf kleinere, dafür zweimal portionierte Mahlzeiten am Tag, damit der Magen und der Darm nicht unnötig belastet werden. Da ältere Tiere häufiger Übergewicht entwickeln, ist zudem ein energiereduziertes Futter für Senioren empfehlenswert. Wichtig ist außerdem die Zahnprophylaxe, da ältere Tiere häufig starke Probleme mit Zahnfleisch und Zähnen haben.

 

Insgesamt sollten Sie Ihr Tier körperlich und geistig weiter fördern und beispielsweise beim Erlernen neuer Tricks unterstützen. So kann das Tier über längere Zeit seine geistige und körperliche Fitness erhalten.

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