Eine haarige Angelegenheit!

Die richtige Pflege von Hundefell

Mal ehrlich: Wenn Frauen einen ihrer berüchtigten Bad-Hair-Days haben, ist das schon schlimm genug. Doch was sollen dann erst unsere haarigen Fellnasen sagen? Denn Hundefell braucht mindestens so viel Pflege wie Frauchens Haar – hat aber noch deutlich mehr Funktionen.

 

Das Fell des Hundes ist mehr als eine gute Frisur. Es schenkt dem Hund Schutz vor Kälte und Hitze, vor Nässe, vor Austrocknung und vor Verletzungen. Doch damit das Fell diese Funktionen erfüllen kann, muss es regelmäßig und gut gepflegt werden. Das tut nicht nur dem Fell gut, sondern freut garantiert auch seinen Besitzer.

 

Und noch etwas kommt hinzu: Ein glänzendes und gesundes Fell ist widerstandsfähig und sieht gut aus. Dabei schützt es den Hund nicht nur vor äußeren Einflüssen, sondern kann auch durchaus als Kommunikationsmittel verstanden werden. Hunde drücken über ihr Fell beispielsweise Angst oder Freude aus, was durch kleine Muskelbewegungen in den Haarwurzeln möglich wird.

Anderes Haarkleid – andere Pflege

Grundsätzlich besteht das Hundefell aus dem Unterfell und dem Oberfell, bzw. dem Deckhaar, das auch Grannenhaar genannt wird. Wer das Fell seines Vierbeiners optimal pflegen möchte, sollte zunächst definieren, mit welchem Haarkleid er es hier zu tun hat. Als kurzhaarig gelten Hunde mit einem Fell, das kürzer als drei bis vier Zentimeter ist. Ist das Haar länger als sieben Zentimeter, haben wir es mit einem langhaarigen Hund zu tun. Alle Haarlängen dazwischen gelten als mittellanges Haar.

 

Das große Haaren – zweimal im Jahr!

Doch auch in der Haarstruktur gibt es deutliche Unterschiede. Ob wollig oder fein, lockig oder steif, kordelig oder seidig: im Hundehaar ist fast alles möglich! Beinahe allen Hunden gleich – außer bei Hunden ohne Unterwolle – ist aber das Abhaaren, das zweimal im Jahr stattfindet. Jeweils im Frühjahr und im Herbst verlieren die Vierbeiner dabei ihr Fell, um sowohl auf die heißeren Sommertage, wie auch auf die kühlen Wintertage optimal vorbereitet zu sein. Zum Glück: Die Haare gehen nicht von heute auf morgen aus, sondern der Hund verliert über mehrere Wochen Stück für Stück vom Fell. Wichtig ist in dieser Zeit, dass das ausgefallene Fell regelmäßig ausgekämmt wird. Passiert das nicht, können die abgeworfenen Haare das Fell regelrecht verwirren. Gleichzeitig leiden viele Hunde unter Juckreiz als Folgeerscheinung. Und: Couch, Lieblingssessel und Teppich bekommen unnötig mehr Haare ab.

 

Was die generelle Pflege – unabhängig vom saisonalen Abhaaren – betrifft, kommt die Behandlung ganz auf den Felltyp an. Während rauhaarige Hundetypen regelmäßig eine Trimmung des Fells genießen sollten, sollten Glatthaar-Hunde in regelmäßigen Abständen das abgestorbene Haar der Unterwolle entfernt bekommen. Sehr gut funktioniert das mit speziellen Bürsten und Kämmen, die die abgestorbene Haare aufnehmen und sicher entfernen.

 

Je länger desto anspruchsvoller…

Je länger das Haar des Tieres, desto anspruchsvoller auch die Pflege! Langhaarige Hunde mit teils lockigem Fell beispielsweise benötigen viel Fellpflege, damit das Haar filzfrei und glänzend bleibt. Auch hier sind Bürste und Kamm wichtig. Gerade bei langhaarigen Rassen ist die Schere übrigens dem Trimmer vorzuziehen. Sie schneidet nicht nur deutlich genauer, sondern verhindert auch die unschöne Veränderung des Haares.

 

Doch Obacht: nicht immer ist es nur ein haariges Problem, das den Vierbeinern und ihren Besitzern zu schaffen macht. Häufig sind es auch andere Faktoren, die ein glanzloses, stumpf und ungesund aussehendes Fell bedingen können. Überlegen Sie: Kam die Veränderung des Fells plötzlich? Dann sollten Krankheiten ausgeschlossen werden! Auch eine falsche Ernährung kann ein schlaffes und stumpfes Fell ergeben. Beobachten Sie Ihr Tier genau und wägen Sie ab. So geht es dem Vierbeiner nicht nur äußerlich gut, sondern vor allem auch innerlich!

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