So klappts mit dem Vierbeiner über den Wolken

Eine enge Transportbox, Dunkelheit, laute und unbekannte Geräusche und Herrchen oder Frauchen sind nicht zu sehen: Wer sich in die Lage eines Hundes bei einer Flugreise hineinversetzt, der wird schnell feststellen: Ängste beim Tier sind bei diesen Rahmenbedingungen völlig normal. Doch wie kann man seinem Vierbeiner den Schrecken nehmen? Und wann sollte man eine Flugreise überhaupt in Kauf nehmen? Tipps für die hoffentlich entspannteste Zeit des Jahres.

 

Darauf fliegt der Hund!

Die gute Nachricht direkt vorweg: nicht alle Hunde müssen im Frachtraum des Flugzeugs ausharren. Je nach Fluggesellschaft, vor allem aber je nach Gewicht des Hundes können die Möglichkeiten variieren. Grundsätzlich gilt, dass Hunde mit einem Gewicht unter fünf Kilogramm meist mit in die Kabine dürfen. Auf den Schoß dürfen die Vierbeiner allerdings nicht; sie werden während des gesamten Fluges in einer Transportbox unter dem Sitz befördert.

Früh sein lohnt sich!

Aber Achtung: Je nachdem, wie viele Tiere bereits auf den Flug gebucht sind und welche Bestimmungen die jeweilige Airline hat, können Ihre individuellen Reisemöglichkeiten stark variieren. Deshalb gilt: Informieren Sie sich rechtzeitig und buchen Sie Ihren Flug möglichst früh. So können Sie die Reise mit Ihrem Tier optimal planen.

 

Flug gebucht. Koffer gepackt. Entspannt losfliegen?

Ganz so einfach ist es meist nicht. Hunde erleben während eines Fluges mannigfaltige neue Eindrücke, die sie verunsichern und ängstigen können. Planen Sie deshalb bereits mehrere Tage oder Wochen vor dem Abflug eine Gewöhnung an die Transportbox ein.

 

So klappts mit der Eingewöhnung:

 

1. Achten Sie bei der Auswahl der Transportbox auf ein Modell, in dem sich der Hund sowohl drehen und hinlegen wie auch aufrecht hinstellen kann.

 

2. Lassen Sie Ihr Tier zwischendurch in der Transportbox schlafen. Dabei sollte die Box auch geschlossen werden, damit Ihr Vierbeiner sich an das Gefühl des Eingesperrtseins gewöhnen kann.

 

3. Lassen Sie Ihr Tier in der Transportbox fressen und trinken.

 

Machen Sies Ihrem Hund gemütlich…

Sind Sie dann auf der Zielgeraden und der Flug steht kurz bevor, sollten Sie in kürzeren Abständen mit Ihrem Hund Gassi gehen. Futter zur Vorsicht besser nicht mehr kurz vor dem Flug geben. Bei längeren Reisen hat Ihr Vierbeiner sowieso besser Futter und Wasser mit „an Bord“. Ist die Flugreise so lang, dass der Hund zwangsläufig nicht einhalten kann, kleiden Sie die Transportbox mit saugfähigen Tüchern aus. Auch generell ist es für Tiere angenehmer, wenn sie sich in eine Decke – vielleicht sogar die Lieblingsdecke – einkuscheln können. Im Frachtraum wird es zwar nicht eiskalt – etwas auskühlen können schlafende Tiere aber dennoch.

 

Wenns mal wieder länger dauert.

Sie haben eine längere Strecke zu bewältigen? Wählen Sie nach Möglichkeit einen Direktflug, da jeder Zwischenstopp und eine erneute Verladung Ihren Hund weiter ängstigen kann. Und die Unsicherheit, ob die Transportbox auch richtig verladen wurde, kommt für Herrchen und Frauchen noch dazu! Um auf Nummer sicher zu gehen, notieren Sie Ihre Adresse, Flugnummer und weitere Details auf der Transportbox. Auch der Name des Tieres kann sinnvoll sein, da das Flugpersonal Ihren Hund dann ansprechen kann. Das wird Ihren Hund zwar nicht ganz angstfrei machen, dafür fühlt er sich vermutlich direkt etwas wohler. Das Wohlgefühl steigern können Sie außerdem, indem Sie Ihrem Tier bekanntes Spielzeug mitgeben. Vielleicht duftet es sogar nach Herrchen und Frauchen? Das kann Ihren Hund besonders beruhigen.

 

Wer einen sehr nervösen und aufgeregten Vierbeiner hat, der sollte eine Flugreise höchstens bei einer längeren Aufenthaltsdauer von mehreren Wochen in Kauf nehmen. Im Notfall können Sie auch über den Einsatz von sanften Beruhigungsmitteln nachdenken.

 

Damit die Reise nicht schon am Flughafen zu Ende ist…

… verlassen Sie sich nicht nur auf die Infos Ihrer Airline oder Ihres Reisebüros! Denn die Einreisebestimmungen des jeweiligen Ziellandes sind für die Landung und Rückreise sehr wichtig. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig, welche Bedingungen für den Tiertransport ins jeweilige Land gelten. Hier gibt es meist keinen Spielraum und keine Ausnahmen. Das Schöne: Je besser Sie vorbereitet sind, desto entspannter sind Sie und das wirkt sich mit etwas Glück auch auf Ihren vierbeinigen Freund aus!

Wir empfehlen:

Artikel weiterleiten: